Ostern rundum nachhaltig
Eier aus Freilandhaltung, natürliche Farben, faire Schokoladenhasen, nachhaltiges Osteressen
„Bei den Ostervorbereitungen haben wir auf Nachhaltigkeit geachtet: die Eier waren aus Freilandhaltung und gefärbt wurde mit Naturmaterialien wie Kurkuma und Roter Bete. Der Abschluss war ein nachhaltiges Osterfrühstück.“
as schreibt das Inklusive Qualifizierungszentrum des Caritasverbands Konstanz in seinem fair.nah.logisch.-Jahresbericht 2025 – ein gutes Beispiel einer gelungenen Umsetzung der Initiative! Ostern steht vor der Tür und auch das Thema Nachhaltigkeit darf beim wichtigstes Fest der Christen nicht vergessen werden, zumal sich hier ganz hervorragende Anknüpfungspunkte bieten:
Der Osterfestkreis beginnt mit der Fastenzeit, einer religiös geprägten Zeit, die jedoch auch außerhalb des Christentums und anderer Religionen seit vielen Jahren an Bedeutung gewinnt. Auch die Tagesschau verweist dieses Jahr wieder anlässlich des Beginns der Fastenzeit darauf: „Wie der Verzicht zum Gewinn wird“ Also einmal nicht Konsum, Konsum, Konsum, sondern: Entschleunigung, Weniger, Suffizienz. Dieses „Genug“ ist eine zentrale Strategie der Nachhaltigkeit, denn nur dadurch kann der absolute Ressourcenverbrauch reduziert und unsere Nachwelt und das Klima geschützt werden.
Dass Klima und Fasten zusammengedacht werden sollten, zeigt auch die deutschlandweite, ökumenische Aktion Klimafasten. Sie zielt darauf ab, den eigenen Lebensstil aktiv klimafreundlicher zu gestalten, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und den Handabdruck zu vergrößern. Mit der Teilnahme am Klimafasten starten wir nachhaltig in den Osterfestkreis, z.B. mit der Klimafasten-Initiative der Erzdiözese Freiburg „40 Tage weniger“. Im Mittelpunkt steht dabei die Fleischreduktion während der Fastenzeit.
Dann kommt die Karwoche und im Anschluss das Osterfest. Tiefste Trauer und danach doch größte Freude. Was hat das mit dem Klima zu tun? Es geht um eine Haltung. Angesichts der manchmal ziemlich apokalyptisch klingenden Zukunftswarnungen was das Klima betrifft, sollten wir nicht erstarren, sondern die Auferstehungshoffnung im Blick behalten und uns unserer ökologischen Verantwortung bewusst werden, im Glauben, dass am Ende alles gut werden wird.
Wie kann das Osterfest nun rundum nachhaltig gestaltet werden? Beim Klimafasten haben Sie ja vielleicht bereits mitgemacht, jetzt geht es um die Ostervorbereitungen. Ostereier sollte man von glücklichen Hühnern aus Freilandhaltung kaufen – nicht in Massen sondern ganz bewusst. Gefärbt werden können die Eier mit Naturmaterialien wie Kurkuma, Zwiebel, Rote Beete, Karotten, Spinat (selbstverständlich in Bio-Qualität) oder Kaffee (aus fairem Handel).
Die Hasen und Eier aus Schokolade sollten fair gehandelt sein, denn die christliche Nächstenliebe und Verantwortung schließt auch ein, dass die Schokoladenproduzierenden einen guten Lohn bekommen und die Umwelt in anderen Teilen der Welt geschützt wird. Osternester kann man ganz einfach und nachhaltig aus Eierkartons, Zeitungspapier oder Naturmaterial herstellen. Wem das zu aufwändig ist, einfach ein leeres Glas nehmen, Hasen rein, Schleife drum, fertig.
Und wie sieht es mit dem Oster-Festessen aus? Aus ökologischen Gründen sollte man besser auf den Festtagsbraten verzichten – es sei denn, er ist aus regionalem Wild- oder Rindfleisch oder zumindest aus artgerechter Tierhaltung. Versuchen Sie sich doch mal an einem vegetarischen Ostermenü! Am besten nehmen Sie Zutaten für den Festschamaus, die fair, regional, saisonal, biologisch oder sogar aus eigenem Anbau sind, dann kann das Fest der Hoffnung nachhaltig und mit gutem Gewissen gefeiert und genossen werden.
