Der Film "Das neue Evangelium" lässt niemanden unberührt und rüttelt auf. Das passt zu Advent und Weihnachten, denn es geht um Menschsein und Würde, um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Konkret: Geflüchtete, die sich in Italien auf Tomatenplantagen zu Hungerlohnen verdingen, zeigen Widerstand.
Jesus spricht und handelt in die Not der heutigen Menschen hinein. Aufstand und Protest für mehr Gerechtigkeit und jesuanische Anklage, beides miteinander filmisch verschränkt.
Das neue Evangelium
Dokumentarfilm, Spielfilm, 107 Min., Deutschland, Italien, Schweiz, 2020, Eignung ab 16 Jahren
In einem Mix aus Spielfilm, politaktivistischem Dokumentarfilm und „Making-of“ verknüpft der Schweizer Theater- und Filmemacher Milo Rau die Jesusgeschichte mit dem Schicksal afrikanischer Migranten, die in Süditalien als rechtlose, ausgebeutete Erntehelfer um ihr Überleben und Anerkennung kämpfen. Sie gehören zu den Benachteiligten und Ausgegrenzten, denen Jesus immer besonders zugewandt war. In der Stadt Matera, dem Schauplatz zahlreicher Jesusfilme (u.a. „Das 1. Evangelium – Matthäus“ von Pier Paolo Pasolini) und in unmittelbarer Nähe zu den von der Agrarmafia beherrschten Tomatenplantagen wird die Passion Christi inszeniert. Flüchtlinge aus Afrika, aber auch Einheimische und professionelle Schauspieler, schlüpfen in die Rollen von Jesus, seinen Aposteln und ihren Widersachern. Dadurch entsteht eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Wirken und der Botschaft Jesu, die deren Bedeutung auch für die heutige Zeit überzeugend hervorhebt. Ein engagiertes Plädoyer für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität aus dem Geist des Evangeliums.
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