Hummel-Tipp Nr. 141: Es werde Licht!

Als der Umwelt und dem Klima wohlgesonnener Mensch hat man es ja nicht immer leicht: War der Kerzenschein zur Weihnachtszeit auch noch so herzerwärmend, bei Licht betrachtet sind alle Nicht-Bienenwachskerzen ökologisch bedenkliche Freudenspender. Die von den Feiertagen verbliebenen Kerzenreste und -stummel sollten daher nicht einfach so im Müll landen.

20 Kerzen für vier Euro, 100 Teelichter für 2,99 Euro – finanziell gesehen sind Kerzen günstig zu haben. Doch unter Umweltgesichtspunkten sieht das anders aus. Am schlechtesten schneidet Paraffin als Kerzenrohstoff ab: Es wird aus Erdöl gewonnen und bei seiner Herstellung kommen Schwefelsäure und zahlreiche weitere umweltschädliche Stoffe zum Einsatz. Etwas besser schneiden Kerzen auf Stearinbasis ab. Stearin besteht aus pflanzlichen, also nachwachsenden Rohstoffen. Zusatznutzen: Die Kerzen rußen weniger und brennen schöner. Der Pferdefuß bei Stearinkerzen: Sie enthalten häufig Palmöl. Teile des Regenwaldes werden zum Palmölanbau gerodet. Als Bio-Kerzen dürfen daher nur Stearinkerzen bezeichnet werden, die aus nachhaltig angebautem Palmöl hergestellt werden.
 
Eine attraktive Variante ist Bienenwachs. Bienen schwitzen zum Bau ihrer Behausung Wachsplättchen aus und bauen Waben. Bei der Honigernte und Völkerpflege von Imkereien fällt immer wieder Wachs an, dass für die Kerzenproduktion genutzt werden kann. Kerzen-Rohstoffe sind also kostbar. Es lohnt sich, Kerzenstummel in neue Kerzen zu verwandeln. Außerdem kann man die Umwelt bereits schonen, wenn man Kerzen ohne Alu- und Kunststoffhüllen verwendet. Und vielleicht kann Hummel Sie ja zu einem Oster-Projekt motivieren?
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