Hummel-Tipp Nr. 138: Codex (öko)logicus – faire Gaben im Gotteshaus

Bei seiner Mission, alle Bereiche des kirchlichen Lebens auf ihre Schöpfungsverträglichkeit zu prüfen, macht sich unser Mesner Hummel auch ans Herzstück: Er hat sich den Gottesdienst vorgeknöpft und ist fündig geworden: Bei Brot, Wein und Weiterem.

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ – der Weinbau ist in der bibel allgegen- wärtig und Quelle für viele Gleichnisse und Symbole. Doch wie sehen die Weinberge aus, auf denen der Wein für die Gabenbereitung wächst? Statt künstlicher Düngung und chemischer Bekämpfung von Schädlingserregern ein edles Tröpfchen von einem blühenden Weinberg mit belebtem, lockeren und fruchtbaren Boden – das wäre doch eine fromme Gabe auf dem Altar im Einklang mit der Schöpfung! Das geht? Klar! Seit 2014 sind in der neuen Messweinverordnung alle Qualitäts- und Prädikatsweine für die Messe zugelassen. Also auch Weine aus ökologischem Weinbau! Beim Brot können es Hostien mit Bio-Siegel sein, die dem „Codex Iuris Canonici“ folgen. Doch damit nicht genug: Auch Weihrauch, Blumenschmuck und Gewänder sind als öko-faire Produkte zu haben. Die Christliche Initiative Romero hat eine ganze Liste rund um den Gottes- dienst zusammengestellt:
Nicht kaufen, sondern selbst produzieren wäre natürlich die Kür – und das Wiederbeleben einer alten Tradition: Seit dem Mittelalter sorgen Klöster, Pfarreien und Bistümer selbst für ihren Messwein und eine zusätzliche Einnahmequelle. Zumindest mittelfristig könnte der Anbau eines eigenen Bioweines á la „Chateau Kleinschmidt“ ein Projekt sein. Oft geht ja mehr als gedacht!
 
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