Aktuelles von Mesner Hummel - Schock beim Händetrocknen

Auf dem stillem Örtchen mit Papier die Hände trocknen: kein Plastik, oft sogar grau  und kratzig  – ökologisch  also  alles  im grünen  Bereich.  Doch der Schein trügt. Papierhandtücher sind die schlechteste aller Möglichkeiten, um über- schüssiges  Wasser  zu entfernen! Schocking?

Jeden Tag werden in Deutschland 100 Millionen Papierhandtücher verbraucht. Beim Händetrocknen kann man sich die Frage stellen: Muss es überhaupt Papier sein oder gehen nicht auch Stoffhandtücher, einzelne kleine oder die zum Mieten auf Rollen? Für diese sprechen weniger Wasserverbrauch bei der Herstellung, selbst wenn man das Waschen mitrechnet, und weniger Müll. Noch besser sind Hochdruck-Händetrockner, die die Luft nicht erwärmen. Die sind trotz Stromverbrauch ökologischer und schon nach einem Jahr amortisiert sich der Gerätekauf. Man spart also Zeit und Geld, wenn man auf das Nachfüllen der Papierhandtücher verzichtet.

 Wenn es denn aber, aus welchen Gründen auch immer, trotzdem Papier sein soll? Dann wenigstens das Richtige: Der frische Zellstoff, aus dem Papierhandtücher mit Hilfe von viel Wasser hergestellt werden, stammt größtenteils aus frischem Holz. Zumindest Altpapier – und zwar das mit dem Blauen Engel – sollte also benutzt werden.

 Zu den großen Rätseln unserer Zeit zählt allerdings, warum aus den meisten Papier- handtuchspendern meistens viel mehr Blätter rauskommen als man eigentlich braucht. Papierrollen schaffen hier Abhilfe. Oder Behältnisse, aus denen man das Papier ein- zeln entnehmen kann. Und wenn die Besucher(innen) ihre nassen Hände vorher noch kräftig abschütteln, reicht schon ein einziges Tuch. Ein kleiner Schritt, um seine Hände „in Unschuld zu trocknen“.

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